Eine Unterschrift, die am Bildschirm erfasst wird, geht auf zwei Arten schief, die sich leicht übersehen lassen. Sie kommt als zackiges Gekrakel heraus, das mit der echten Unterschrift der Person nichts zu tun hat, oder sie wird als loses Bild gespeichert, das du später an das richtige Dokument anhängen musst und prompt vergisst. Beides lässt sich vermeiden. Die Unterschrift kann natürlich aussehen, und sie kann genau in dem Moment ins Dokument wandern, in dem sie gezeichnet wird.
Hier geht es um die praktische Seite des Unterschreibens auf iPhone oder iPad: wohin die Unterschrift gehört, wie du mit Finger oder Apple Pencil eine saubere Linie ziehst und wie du dafür sorgst, dass sie ins PDF geschrieben wird statt daneben zu schweben. Die Screenshots stammen aus InPersonForms, aber der Ablauf gilt für das Unterschreiben auf iOS ganz allgemein. Ob eine so erfasste Unterschrift rechtlich gültig ist, ist eine andere Frage. Die behandelt der Beitrag Hält eine auf dem iPad erfasste Unterschrift stand?.
Setz das Unterschriftsfeld dahin, wo die Unterschrift hingehört
Bevor jemand unterschreibt, leg fest, wo die Unterschrift auf der Seite landet. Hat das PDF schon eine Unterschriftslinie, setz das Feld genau auf diese Linie. Bei einem schlichten Formular setz es dorthin, wo auf einem Ausdruck das Unterschriftskästchen wäre.

Zwei Dinge zählen dabei. Erstens der Feldtyp: Ein Unterschriftsfeld ist für die volle Unterschrift, und es gibt ein eigenes Initialenfeld für die Stellen, an denen nur Initialen nötig sind. Nimm das passende, damit die Seite stimmig bleibt. Zweitens die Größe. Ein zu kleines Feld erzwingt eine verkrampfte, unnatürliche Unterschrift, und die Leute unterschreiben dann langsam und schlecht. Gib ihm ungefähr Breite und Höhe, die eine echte Unterschrift braucht. Du legst das einmal fest und speicherst es als Teil der Vorlage, sodass jedes spätere Formular schon mit dem Feld an der richtigen Stelle und in der richtigen Größe startet.
Finger oder Apple Pencil
Beides geht. Der Unterschied liegt in der Kontrolle.
Für eine einmalige Unterschrift reicht der Finger, und das ist der Normalfall, wenn du dem Kunden das Gerät reichst. Der Trick ist, das Gerät ruhig zu halten. Leg es flach auf den Tisch, statt es in der Luft zu halten, und die Linie wird sofort ruhiger. Die meisten „schlechten Finger-Unterschriften“ sind in Wahrheit schlechte Unterlagen.
Mit einem Apple Pencil kommst du der echten Unterschrift näher. Du hast eine feine Spitze statt einer Fingerkuppe, und die Linie reagiert darauf, wie fest du aufdrückst, wird also dicker und dünner wie Tinte. Für eine Unterschrift, die du oft leistest, etwa deine eigene auf einem Arbeitsschein, lohnt sich der Pencil. Dank Handballenerkennung kann die unterschreibende Person die Hand beim Zeichnen aufs Glas legen, genau wie auf Papier.

Eine saubere Linie bekommen
Auf iOS übernimmt PencilKit das eigentliche Zeichnen, Apples eingebautes Zeichensystem. Es glättet jeden Strich beim Ziehen, sodass die treppenartigen Zacken roher Berührungseingaben gar nicht erst auftreten. Damit ist die häufigste Ursache einer hässlichen Unterschrift schon erledigt, bevor du irgendetwas tust.
Was bleibt, ist vor allem körperlich. Ein paar Dinge, die helfen:
- Halte das Gerät ruhig. Flach auf einer Unterlage schlägt in der Luft gehalten, besonders beim Finger.
- Unterschreibe in natürlichem Tempo. Am schlechtesten unterschreiben Leute, wenn sie aus lauter Sorgfalt langsamer werden. Eine normale, leicht zügige Bewegung sieht der echten Unterschrift ähnlicher.
- Nutze den Platz, den du dem Feld gegeben hast. Ist das Kästchen richtig groß, gibt es keinen Grund, die Unterschrift in eine Ecke zu quetschen.
- Mach sie neu, wenn sie misslingt. Lösch den Strich und unterschreibe noch einmal, bevor du speicherst. Das kostet ein paar Sekunden, und es gibt keinen Grund, eine schlechte zu behalten.
Kommt eine Unterschrift trotzdem verkrampft heraus, ist fast immer das Feld zu klein. Mach es in der Vorlage größer, und die nächste wird von allein besser.
Schreib sie ins PDF und führe beim Export flach zusammen
Das ist der Punkt, der ein brauchbares unterschriebenes Dokument von einem Haufen loser Dateien unterscheidet. Wird die Unterschrift in dem von dir gesetzten Feld gezeichnet, landet sie direkt an dieser Stelle auf der Seite und nicht als separates Bild, das du später anhängst. Es gibt nichts abzugleichen und nichts zu verlieren.
Beim Export wird die Unterschrift flach ins PDF zusammengeführt. Flach zusammenführen heißt, sie ist keine eigene verschiebbare Ebene mehr, sondern wird Teil der Seite selbst, genau wie gedruckter Text. Das ist aus zwei Gründen wichtig. Eine flach zusammengeführte Unterschrift sieht in jedem PDF-Betrachter identisch aus, verrutscht also nicht und verschwindet nicht, wenn jemand die Datei in einer anderen App öffnet. Und sie lässt sich nicht wegziehen, löschen oder unbemerkt als Anmerkung bearbeiten. Die exportierte Datei ist ein ganz normales PDF, das der Empfänger überall ohne deine App öffnen kann.

Kurz gefasst
Eine saubere Unterschrift auf iOS hängt an wenigen Handgriffen: Setz ein passend großes Feld dorthin, wo die Unterschrift hingehört, zeichne mit dem Finger auf ruhiger Unterlage oder mit dem Apple Pencil für mehr Feinheit, lass PencilKit das Glätten erledigen und exportiere ein flach zusammengeführtes PDF, damit die Unterschrift dauerhaft im Dokument steht. Wenn das stimmt, sieht die Unterschrift aus wie die echte der Person und bleibt genau dort, wo du sie hingesetzt hast.
InPersonForms macht das auf iPhone und iPad, vollständig auf dem Gerät, und ist im App Store.